Prüfzeichen Vorschaltgeräte Grundbegriffe
Lichtverteilungskurve Lichtfarben Schutzarten nach IP
Schutzklassen ElektroG Lampensockel

 

Weiterführende Informationen zum Thema Licht und Beleuchtung stehen Ihnen im Internet auf anderen Sites zur Verfügung. Beispielhaft seien hier die Seiten von Licht.de (ehemals Fördergemeinschaft Gutes Licht) erwähnt. Mit einem Klick auf diesen Link gelangen Sie direkt zu den Publikationen von Licht.de. Deren Schriftenreihen sind sehr informativ und vermitteln themenbezogen Wissen um Licht, Beleuchtung und die richtige Anwendung.

Sehr informativ, besonders hinsichtlich effizienter Beleuchtung und moderner LED-Leuchtmittel, sind auch die Broschüren der Firma Philips, die Sie einfach im Philips Download-Center herunter laden können. Folgen Sie dazu bitte diesem Link.

 

Erläuterung der Prüfzeichen
 
Logo VDE

Das VDE-Zeichen
Das VDE-Zeichen dokumentiert die Sicherheit und Normenkonformität eines elektronischen Erzeugnisses hinsichtlich elektrischer, mechanischer, thermischer, toxischer und sonstiger Gefährdungen. Es wird ausschließlich vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut (VDE-PZI) vergeben. Ein Hersteller darf seine Produkte nur nach erfolgter Überprüfung und Ausstellung eines entsprechenden Zertifikats mit dem VDE-Zeichen versehen.
Link zum Artikel VDE in der Wikipedia

 
Logo Enec

Das ENEC-Zeichen
Das ENEC-Zeichen ist das zwischen den Prüfstellen der Europäischen Union vereinbarte Konformitätszeichen für Produkte der Elektrotechnik. Es steht für Normenkonformität mit den Europäischen Sicherheitsnormen, insbesondere durch die EN 60598 und damit auch mit der deutschen VDE 0711. Somit müssen Leuchten, die das ENEC-Zeichen tragen, die gleichen Forderungen erfüllen und Prüfungen durchlaufen, wie solche, die das VDE-Zeichen erhalten haben. Die beiden Prüfzeichen sind also vergleichbar, mit der Ausnahme, dass das ENEC-Zeichen europaweit anerkannt wird, und zwar in allen Staaten, die das LUM-Abkommen unterzeichnet haben. Das ENEC-Zeichen wird in Verbindung mit der Identifikationsziffer der nationalen Prüfinstitution (die 10 steht z.B. für den VDE), sowie häufig mit dem eigenen Logo des jeweiligen Institutes abgebildet.
Link zur Seite enec.com (in englischer Sprache)

 
Logo Geprüfte Sicherheit

Das GS-Zeichen
Das GS-Zeichen bestätigt die Konformität mit dem Gerätesicherheitsgesetz. Es ist ein ausschließlich in Deutschland gültiges nationales Kennzeichen. Es ersetzt nicht das VDE-Zeichen oder andere Prüfzeichen.
Link zum Artikel Geprüfte Sicherheit in der Wikipedia

 
Logo CE

Das CE-Zeichen
Im Gegensatz zu den VDE-, ENEC- und GS-Zeichen ist das CE-Kennzeichen kein Prüfzeichen und kein Qualitätssiegel. Es ist ein Verwaltungskennzeichen und dokumentiert die Konformität des Produktes mit den geltenden EG-Richtlinien. Damit erklärt der Hersteller des Produktes eigenverantwortlich, dass Anforderungen europäischer Richtlinien erfüllt sind. Ohne CE-Kennzeichen darf innerhalb der Europäischen Union kein Produkt in Umlauf gebracht werden. Alle Produkte die der EMV-Richtlinie 89/336 (Elektromagnetische Verträglichkeit) und der NSP-Richtlinie 73/23 (Niederspannungs-Richtlinie) zuzuordnen sind, erfüllen die Anforderungen und werden auf der Verpackung mit dem Zeichen CE gekennzeichnet. Das CE-Kennzeichen ersetzt weitestgehend ähnliche nationale Kennzeichnungen wie z. B. das Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) in Deutschland.
Link zum Artikel CE-Kennzeichnung in der Wikipedia

 
Logo EMV

Das EMV-Zeichen
Leuchten mit diesem Prüfzeichen entsprechen nachweislich den Vorschriften über die Einhaltung der Funkstörgrenze nach VDE 0875/Teil 2 und EG-Richtlinie 82/500. Dieses Prüfzeichen ist im Shop nicht mit aufgeführt. Bei Bedarf teilen wir Ihnen gerne mit, ob die gewünschte Leuchte das EMV-Zeichen trägt.
Link zum Artikel Elektromagnetische Verträglichkeit in der Wikipedia

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Vorschaltgeräte
 

EVG
Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) bieten wesentlich höhere Wirtschaftlichkeit und größere Betriebssicherheit im Vergleich zu den bisher üblichen Verlustarmen Vorschaltgeräten (VVG).
Vorteile der EVG sind:
geringer Energieverbrauch und geringe Wärmeentwicklung
erhebliche Senkung der Wartungs- und Betriebskosten
die Lampen starten ohne störendes Flackern und Geräuschentwicklung und benötigen keinen zusätzlichen Starter und keine Kompensation
Eliminierung des sogenannten Kathodenflimmerns, auch bei niedrigen Temperaturen
Verhinderung des stroboskopischen Effektes im Zusammenhang mit rotierenden Maschinen
wesentlich höhere Nutzungslebensdauer der Lampen (bis zu 50%)
automatisches Abschalten am Ende der Lampenlebensdauer (Brandschutz), sowie selbstständiges Erkennen des richtigen Leuchtmittels
geringes Gewicht
 
EVG dimmbar
Mit dimmbaren EVG kann der Lichtstrom von Leuchtstofflampen reguliert werden. Es gibt dimmbare EVG sowohl für die analoge 1-10 V Schnittstelle als auch für die digitale DALI-Schnittstelle und den digitalen DSI-Bus. Über Steuergeräte und Sensoren ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Kontrolle einer Lichtanlage. Dies können simple Taststeuerungen und Drehregler sein, aber auch Schnittstellen für Bewegungsmelder, Infrarot-Fernbedienungen und Lichtsensoren bis hin zu computergesteuerten Systemen mit Instabus- (EIB) oder LON-Technologie.
 
VVG
Verlustarme Vorschaltgeräte (VVG) sind exakt auf den optimalen Lampenbetrieb abgestimmt. Sie nehmen etwa ein Drittel weniger Leistung auf als Konventionelle Vorschaltgeräte (KVG), was zu einer geringeren Eigenerwärmung, sowie zu einem geringeren Energieverbrauch des kompletten Leuchtensystems führt. Prinzipbedingt sind sie jedoch im Wirkungsgrad, den Steuerungsmöglichkeiten und weiteren technischen Eigenschaften,  den EVG, s.o., unterlegen. Sie kommen aber weiterhin dort zum Einsatz, wo aufgrund der Umgebungseinflüsse, z.B. durch mechanische Belastung oder Strahlungsimmissionen, elektronische Bauteile nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt werden können.
 
KVG
Konventionelle Vorschaltgeräte (KVG) sind heute technisch überholt, da sie mit hohem Energieverbrauch und großer Wärmeentwicklung arbeiten. Sie sind praktisch nur noch im Bereich der bereits vorhandenen Beleuchtungsanlagen relevant, sollten aber aus Energiespar- und Umweltschutzgründen baldmöglichst ausgetauscht werden. In Verbindung mit Leuchtstofflampen dürfen sie seit dem 21. November 2005 laut EU-Richtlinie 2000/55/EG (download pdf, 200 KB) nicht mehr in Verkehr gebracht oder verkauft werden. Auch in den Bereichen wo der Vetrieb von KVG weiterhin erlaubt ist, z.B. zum Betrieb von Halogen-Metalldampf- und Natriumdampflampen, spielen sie so gut wie keine Rolle mehr.
Link zum Artikel Vorschaltgeräte in der Wikipedia
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Lichttechnische Grundbegriffe
 

Licht (Lichtfarbe in Nanometer, nm/Lichttemperatur in Kelvin, K)
Als Licht wird derjenige Anteil des Spektrums elektromagnetischer Strahlung bezeichnet, der vom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Die unterschiedlichen Wellenlängen der Strahlung werden dabei vom Gehirn als spezifische Farbe interpretiert. Die Wellenlängen des Lichts liegen zwischen 380 Nanometer (Millionstel Millimeter), blau-violett, und 780 Nanometer, rot. Dazwischen befinden sich in der Reihenfolge des Regenbogens alle anderen Farben des Lichts.
Strahlung höherer Energie, mit geringeren Wellenlängen, die vom (menschlichen) Auge nicht mehr wahrgenommen wird, nennt man Ultraviolett. Strahlung niederer Energie, mit größeren Wellenlängen, nennt man Infrarot. Alle Lichtfarben zusammen mischen sich zu weißem Licht, wie beim natürlichen weißen Licht der Sonne.
Da das menschliche Auge sich unter Einfluß des Sonnenlichts entwickelt hat, ist das Sonnenlicht mit dem vollen Spektrum aller Wellenlängen das zum Sehen bevorzugte Licht. Technisch gesehen ist es nicht möglich, das komplette Spektrum wirtschaftlich sinnvoll mit einer Lampe nachzubilden. Temperaturstrahler, also z.B. Glühbirnen, strahlen zwar ein Vollspektrum ab, die Lichterzeugung mittels Erhitzung durch elektrischen Widerstand ist jedoch nicht wirtschaftlich. Leuchtstofflampen mit Vollspektrum sind erhältlich, können aber aufgrund der Anforderungen an die Lichtqualität nur mit erhöhtem Aufwand hergestellt werden.
Man versucht deshalb durch Mischung nur weniger Wellenlängen das Auge zu täuschen. Bekannt ist das Prinzip auch von Farbfernsehern und -monitoren: durch Mischung von Licht der Farben Rot, Grün und Blau (bekannt als RGB) kann ein weißes Licht erzeugt werden, das einen hinreichend großen Bereich der gesamten Farbskala abbilden kann. Dieses Prinzip wird auch bei den sogenannten 3-Banden-Leuchtstofflampen und bei den Halogen-Metalldampflampen eingesetzt.
Im Allgemeinen kann hierzu gesagt werden, dass eine Farbe, die nicht im Licht vorhanden ist und auch nicht durch Mischung der vorhandenen Farben erzeugt werden kann, vom angestrahlten Körper nicht reflektiert werden wird. So kann der Farbeindruck bei Einsatz von Leuchtmitteln mit eingeschränkten Spektren verfälscht werden.
Es gibt "Farbstoffe", die das Licht bestimmter Wellenlängen transponieren, d.h. das einfallende Licht wird von dieser Oberfläche mit einer anderen Wellenlänge reflektiert. Der sinnvolle Einsatz dieser Farbstoffe liegt im Bereich von Signalanlagen, Textmarkern und bei Waschmitteln. Bei diesen Anwendungen wird der nicht sichtbare UV-Anteil des Strahlung in sichtbares Licht umgewandelt. Der Effekt ist der, dass mehr Licht reflektiert wird als einfällt, d.h. die Leuchtdichte wird höher sein als in der Umgebung. So wird die Wäsche weißer als Weiß. Zumindest bis zur nächsten UV-reduzierten Lampe...

Wird ein schwarzer Körper erhitzt, fängt er bei entsprechend hohen Temperaturen an zu glühen, d.h. Licht abzustrahlen (Prinzip des Temperaturstrahlers, Planckscher Strahler). Mit Anstieg der Temperatur wechselt das Licht die Farbe von Rot über Gelb nach Blau. Die Temperatur in Kelvin, die benötigt wird um eine bestimmte Lichtfarbe zu erzeugen, wird Farbtemperatur genannt. Der Begriff Farbtemperatur bezieht sich also eigentlich auf Leuchtmittel mit Vollspektrum, wird von der Industrie jedoch auch auf Entladungslampen angewendet, die eine ähnliche Farbwirkung erzielen, s.o.

Allgebrauchslampen (vulgo Glühbirne) kennzeichnet eine rötlich-warme Farbtemperatur von ca. 2.700 K (Extrawarm). Halogenlampen haben normalerweise ein Farbtemperatur von ca. 3.000 K, gelblich-warm (Warmweiß). Ab ca. 4.000 K ist das Licht schon deutlich bläulicher und wird als kühler und heller empfunden (Neutralweiß bis Hellweiß/Kaltweiß). Lampen ab 5.000 K Licht finden z.B. auch zur Bewertung von Farben (als D50/D65) Verwendung (Tageslichtweiß). Lichttemperaturen über 6.500 K werden zumeist für spezielle Einsatzzwecke benötigt, z.B. in der Lichttherapie.
Vgl. auch Lichtfarben, weiter unten.

Weiterführende Informationen in diesem PDF der Firma Philips: Licht für Einsteiger
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Lichtstrom (Werte in Lumen, lm)
Lichttechnische Hauptbewertungsgröße des Leuchtmittels. Sie gibt die Lichtleistung an und ist für alle Leuchtmittel anwendbar, die ihr Licht nach allen Seiten abgeben. Dazu gehören z.B. Glühlampen, Halogen-Glühlampen, Kompakt-Leuchtstofflampen, Leuchtstoffröhren, Hochdruck-Entladungslampen usw.
Seit Einführung der LED wird der Lichtstrom zunehmend auch als Bewertungsgröße für Leuchtmittel und Leuchten
mit eingebautem Reflektor (vgl. Lichtstärke) angegeben.  

Einige Beispiele für den Wert des Lichtstroms:
Glühlampe 230V/100W 1360 lm
Halogen-Glühlampe Halolux BT 230V/100W 1600 lm
Leuchtstofflampe 58 W / 840 5200 lm
Energiesparlampe Dulux EL 15W 900 lm
Halogen-Metalldampflampe mit Keramik-Brenner HCI-T 70W/WDL 6600 lm
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Lichtstärke (Werte in Candela, cd)
Für alle Leuchtmittel mit integriertem Reflektor ist die Lichtstärke die Hauptbewertungsgröße. Diese Lampen geben ihr Licht gerichtet ab, ähnlich den Leuchten, die auch nach Lichtstärke und deren Verteilung bewertet werden. Die Lichtstärke dient also der Charakterisierung der Lichtausstrahlung von Leuchten und Leuchtmitteln mit integriertem Reflektorsystem.
Seit Einführung der LED verliert die Lichtstärke zunehmend an Bedeutung für die Bewertung von Lichtquellen, da hier vielfach lediglich der Lichtstrom, s.o., angegeben wird. Dies erschwert die Vergleichbarkeit der LED mit herkömmlichen Leuchtmitteln, deren Werte weiterhin in Candela angegeben werden.
De
r Lichtstrom, s.o., lässt sich in der Theorie über die Angabe des Ausstrahlwinkels des Reflektors einfach in die Lichtstärke umrechnen, der gesamte Lichtstrom wird eben auf eine entsprechend geringere Fläche konzentriert. So ergeben sich bei kleinerem Austrahlwinkel höhere Lichtstärkewerte und bei größerem Winkel kleinere Werte. Bei einem idealen Austrahlwinkel von 360° entspricht also die Lichtstärke genau dem Lichtstrom. Die Zahlenwerte wären trotzdem nicht identisch, da Lumen und Candela nicht in einem 1:1 Verhältnis zueinander stehen: 12,556 lm entsprechen 1 cd bei 360°.
In der Praxis ergeben sich jedoch andere Werte als in der idealisierten Theorie. Reflektoren sind normalerweise nicht ideal sphärisch und können das Licht auch nicht zu 100% reflektieren. Die Qualität der Reflektoren spielt also eine entscheidende Rolle für die Lichtstärke. Weniger gute Reflektoren wandeln weitaus mehr Licht in Wärme um als gute Reflektoren mit einem Wirkungsgrad von mehr als 70%. Die Eigenschaften eines Reflektors/ einer Leuchte werden zur Beurteilung grafisch als Lichtverteilungskurve (LVK, s.u.) dargestellt.

Einige Beispiele für den Wert der Lichtstärke von Reflektorlampen:
Decostar Eco 12V/50W 36° 2850 cd
Decostar Eco 12V/50W 60° 1450 cd
Halopar 16 Alu 230V/50W 30° 900 cd
Halospot 111 12V/50W 4° 40000 cd
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Leistungsaufnahme (Werte in Watt, W)
Ein wesentlicher  Kennwert ist die Leistungsaufnahme des Leuchtmittels. Bei Temperaturstrahlern für Netzspannung (z.B. Glühlampen, Halogen-Glühlampen) gibt es nur diesen einen Wert für die Leistungsaufnahme. Bei Lampen mit Trafo oder Vorschaltgerät hingegen muss man jedoch zwei Werte nennen: den Wert der reinen Lampenleistung und den Wert des gesamten Systems, d.h. Lampenleistung einschl. der Verlustleistung des Vorschaltgerätes. Man spricht hier von der Systemleistung, die sehr von der Art des Vorschaltgerätes abhängig ist.

Einige Beispiele für die Leistungsaufnahme:
Leuchtstoffröhre 58W
mit KVG 71 W
mit VVG 65 W
mit EVG 55 W
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Beleuchtungsstärke (Werte in Lux, lx)
Dieser Wert gibt an, wie viel Licht auf eine Fläche fällt, ist also ein Maß für die Intensität des auf eine beleuchtete Fläche auftreffenden Lichts (1 lx = 1 lm/ qm). Die Beschaffenheit der beleuchteten Fläche wird nicht berücksichtigt. Da nur das auftreffende Licht gemessen wird, spielt die Farbigkeit und Helligkeit der untersuchten Fläche insofern keine Rolle. Allerdings wirkt sich aber das indirekte, reflektierte Licht der umgebenden Oberflächen auf die Messung aus. Wobei natürlich in einem weißen Raum der Anteil des indirekten Lichtes wesentlich höher zu bewerten ist als in einem dunklen Raum, wo das direkte Licht der Leuchten die wesentliche Größe ist.
Bei Beleuchtungsplanungen werden deshalb für ein hinreichend genaues Ergebnis zumindest die Raumgeometrien und Reflektionseigenschaften der Oberflächen berücksichtigt. Wichtig ist auch die Anordnung der Leuchten im Raum, da die Beleuchtungsstärke mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt. Werden auf einer Fläche im Abstand von einem Meter zur Lichtquelle 1000 lx gemessen, sind es bei 2 Meter Abstand nur noch 250 lx. Also bei doppeltem Abstand nur ein Viertel Beleuchtungsstärke, 3-fach/9-tel, 4-fach/16-tel usw. Das Licht selbst verliert nicht an Energie, der Lichtstrom bleibt gleich, sondern das Licht verteilt sich mit zunehmendem Abstand von der Lichtquelle auf eine größere Fläche, wird also "ausgedünnt". Es ist also eine einfache Frage der Geometrie: eine Kugel mit doppeltem Durchmesser hat die 4-fache Oberfläche. Bei großen Entfernungen oder in verschmutzter Atmosphäre können allerdings auch Streuung und Absorption des Lichts durch Partikel oder Teilchen eine erhebliche Rolle spielen.
Die Beleuchtungsstärke stellt die Grundlage der Beleuchtungsplanung dar, die entsprechenden Werte für die verschiedensten Räume und Tätigkeiten sind in der DIN-Norm 5035 enthalten

Nach Empfehlung (download pdf, 3,9 MB) der Fördergemeinschaft Gutes Licht sollten Schaufenster in der Allgemeinbeleuchtung eine Beleuchtungsstärke von 1000 bis 2000 Lux aufweisen. Die Akzentbeleuchtung kommt dann noch hinzu. Dies sind aber Werte, die in Relation zum Umfeld gesetzt werden müssen. Das Schaufenster in der sonst nur gering beleuchteten Straße hat sicherlich weniger "Licht-Konkurrenz" als eines in der Fußgängerzone oder in der Einkaufspassage. Schaufenster an Straßen sollten das Lichtniveau an die Geschwindigkeit des Autoverkehrs anpassen, dabei aber auf Kontraste und Blendung achten. Niemandem ist damit gedient, wenn sich das aufwändig gestaltete Fenster lediglich als Lichtpunkt ins Gedächtnis (und die Netzhaut) brennt!
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Leuchtdichte (Werte in Candela pro Quadratmeter, cd/qm)
Die Leuchtdichte ist ein Maß für den Helligkeitseindruck, den eine beleuchtete oder leuchtende Fläche hervorruft. Die Farbigkeit und Helligkeit der Fläche, d.h. die Fähigkeit das Licht zu Absorbieren oder zu Reflektieren, wird hier im Gegensatz zur Beleuchtungsstärke berücksichtigt. Dies kann z.B. die beleuchtete Fläche eines Arbeitsplatzes, die Fahrbahn einer Straße aber auch eine Lichtquelle selbst sein. Die Leuchtdichte ist die einzige sichtbare bzw. wahrnehmbare lichttechnische Größe.
In der Straßen- und Wegebeleuchtung ist die Leuchtdichte die wichtigste Planungs- und Bewertungsgröße. Hier ist es im Hinblick auf die Verkehrssicherheit wichtig zu ermitteln, wieviel Licht die bewertete Fläche reflektiert/emittiert , d.h. wie gut sie tatsächlich gesehen werden kann. Also ganz anders als bei der Innenraumbeleuchtung, wo gefragt wird, wieviel Licht auf die bewertete Fläche fällt, wie gut sie beleuchtet wird (Flexibilität u. Wirtschaftlichkeit).
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Dichroitische Filter
Gelegentlich stößt man im Bereich der Lichttechnik auf den Begriff dichroitisch oder englisch dichroic. Dichroismus, der dazugehörige Substantiv, stammt vom griechischen dichroos (zweifarbig) ab und beschreibt die Eigenschaft von Materialien unterschiedliche Wellenlängen des Lichtes unterschiedlich zu reflektieren (spiegeln) oder zu transmittieren (hindurch zu lassen). Dadurch entstehen Effekte wie sie z.B. spezielle Autolacke (Flip-Flop-Lacke) aufweisen, etwa dass abhängig vom Standpunkt des Betrachters die Fläche in unterschiedlichen Farben erscheint. Eine andere dichroitische Eigenschaft ist für die Lichttechnik interessanter. So können mit dichroitischen Filtern beliebige Wellenlängebereiche reflektiert oder transmittiert werden. Dichroitische Filter lassen also die gewünschte Farbe (Wellenlänge) durch und spiegeln die unerwünschte Farbe (Wellenlänge). Im Gegensatz zu normalen Farbfiltern findet also keine Absorption, sprich Umwandlung in Wärme, im Filter statt. Die Färbung des Lichts wird als sehr rein und intensiv empfunden. Durch eine Staffelung mehrerer dichroitischer Filter mit unterschiedlichen Eigenschaften läßt sich das Licht in beliebige "Farbauszüge" aufspalten. Ein Prinzip, das in der Form dichroitischer Prismen bei Chip-Farbkameras (CCD) zur Anwendung kommt. Bei den Halogen-Reflektorlampen funktioniert der bekannte Kaltlicht-Reflektor nach dem dichroitischen Prinzip. Das sichtbare Licht wird nach vorne gespiegelt, die Wärmestrahlung durch den Reflektor nach hinten hindurch gelassen. So wird die Wärmestrahlung nicht vom angestrahlten Objekt absorbiert sondern vom Leuchtenkörper oder der Umgebung. Leuchten, die diese Wärme nicht vertragen, dürfen nur mit Aluminium-Reflektorlampen bestückt werden und haben einen leicht anderen Lampensockel, der die Aufnahme von Kaltlicht-Reflektorlampen (eben dichroitisch) nicht unterstützt.
Vorteile dichroitischer Filter sind also die hohe Farbreinheit des gefilterten Lichts und die geringere Wärmelast am Filter.
Nachteilig sind die hohen Kosten guter dichroitischer Filter und die Sprödigkeit des Materials, die eine nachträgliche Bearbeitung erschwert.
Link zum Artikel Dichroitischer Filter in der Wikipedia
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Lichtverteilungskurve (LVK)

Die Lichtverteilungskurve zeigt die Eigenschaften eines Reflektors/einer Leuchte in einem einfachen polaren Diagramm. Damit die Diagramme vergleichbar bleiben, stellen sie nicht absolute Werte dar, sondern werden zumeist auf cd/1000 lm (= cd/1 klm) umgerechnet. So werden lediglich die lichttechnischen Qualitäten des Reflektors abgebildet. Eine Halogenlampe mit 20 Watt liefert z.B. nur 320 lm Lichtstrom, eine Halogen-Metalldampflampe mit 150 Watt bis zu 14.000 lm Lichtstrom. Die um einen Faktor von ca. 6 höhere Effizienz der Halogen-Metalldampflampe wird in der Verteilungskurve ebenso wenig dargestellt wie der absolute höhere Lichtstrom (Faktor ca. 44).
Die Lichtverteilung eines Reflektors kann bei Einsatz gleicher Leuchtmittel unterschiedlicher Wattagen anders ausfallen, wenn z.B. die Leuchtmittel unterschiedlich groß sind oder der Brenner bei Halogenmetalldampflampen eher punktförmig oder zylindrisch ausgeformt ist, also die Geometrie geändert ist.
  Lichtverteilungskurve  
  LVK eines Einbaudownlights mit Durchmesser 185 mm, für ein Leuchtmittel TC-D mit 13 Watt (900 lm)  

Erkennbar ist, dass der gesamte Lichtstrom nach unten gelenkt wird. Eine Office-Pendelleuchte z.B. würde zur indirekten Beleuchtung sicher den größeren Lichtanteil nach oben an die Decke strahlen.

Die unregelmäßige Form der Kurve deutet auf eine Leuchte ohne Streuscheibe hin, die das Licht sehr diffus machen würde (annähernd kreisförmige LVK). Sehr schön zu erkennen ist, wo die beiden Röhren der TC-D liegen und dass das vom Reflektor kommende Licht im Randbereich nicht so intensiv ist wie das direkte Licht in der Mitte.

Die fette, durchgezogene Kurve stellt die LVK quer zur Achse des Leuchtmittels dar, die gepunktete Linie ist die LVK in Achsrichtung. Es zeigt sich deutlich, dass das Leuchtmittel waagerecht liegt und den Reflektor durchdringt, die gepunktete Kurve ist asymmetrisch. Sind die Leuchtmittel senkrecht im Scheitelpunkt des Reflektors eingesetzt, kann eine gestrichelte Kurve entfallen. Die LVK ist dann rotationssymmetrisch.

Das Diagramm selbst besteht aus strahlenförmig angeordneten Linien für die Abstrahlwinkel und konzentrischen Kreisen für die Lichtstärke in cd/ 1000 lm. Der Mittelpunkt des Diagramms entspricht dem Sitz der Leuchtmittel.
Die LVK stellt also die typische Charakteristik des Reflektors/ der Leuchte dar und dient letztendlich zur Beurteilung verschiedener Leuchten im direkten Vergleich.
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Lichtfarben (Bezeichnungen für Lampen mit nicht kontinuierlichem Lichtspektrum, s.o.)

Die erste Ziffer der dreistellige Kennzahl gibt den Farbwiedergabeindex (Ra) in seiner Zehnerstelle an. Je höher die Zahl, desto besser die Farbwiedergabe, d.h. wie nahe kommt der Farbeindruck eines beleuchteten Gegenstands in diesem Licht dem Eindruck unter einem Referenzlicht. Bei einem Index Ra von 80 spricht man von einer guten Farbwiedergabe, bei 90 von einer sehr guten Farbwiedergabe. Ein Index kleiner als 60 bedeutet, dass die Lampe mangelhafte, bzw. farbeindruckverfälschende Farbwiedergabeeigenschaften hat. Ein Index Ra von 100, sprich perfekte Farbwiedergabe, wird jedoch nur von Temperaturstrahlern (Glühlampen, Halogenlampen) erreicht.
Die zweite und dritte Ziffer der Kennzahl geben die Lichtfarbe in hundert Kelvin an. Je höher die Zahl, desto kühler, blauer der Lichteindruck. Eine Kennzahl x30 deutet also auf eine Farbtemperatur 3000 K (Warmweiß) hin.
Eine Lampe Neutralweiß 942 gibt also Farben sehr gut wieder und hat eine Farbtemperatur von 4200 Kelvin. Die Entsprechung zum mittleren Tageslicht ist auf 6500 Kelvin genormt (D65 CIE).

extrawarm 825, 827 interna, deLuxe
warmweiß 830 ww, WDL
hellweiß 840 cw
neutralweiß 942
nw, NDL
tageslichtweiß (daylight)
860, 865 D
 

Obwohl die einheitlich benannten Farbwiedergabeindizes und Farbtemperaturen eine durchgehende Vergleichbarkeit der Lampen unterschiedlicher Hersteller oder Technologien suggerieren, ist dies nicht immer gegeben. So können Lampen trotz gleicher Farbwiedergabeindizes unterschiedliche Spektren aufweisen, d.h. das Licht auf unterschiedliche Arten mischen. Eine Folge kann sein, dass z.B. zwei Kleidungsstücke, die unter einer Lichtquelle farbgleich aussehen unter einer anderen deutlich farbverschieden wirken. Verantwortlich ist allerdings nicht nur das Lampenlicht sondern auch die unterschiedlichen Zusammensetzungen der Kleidungsstückfarben. Überall dort, wo es auf Farbempfinden und gute Farbwiedergabe ankommt, z.B. im Textil- und Bekleidunshandel, sollte also einerseits auf einen hohen Farbwiedergabeindex Wert gelegt und, so denn möglich, auf die Verwendung gleichartiger Leuchtmittel geachtet werden. Die Farbtemperatur spielt für den relativen Farbeindruck eine geringere Rolle als der Farbwiedergabeindex. So kann man mit 930-Leuchtmitteln (z.B. Philips CDM Elite oder Osram HCI Shoplight) sehr wohl ein angenehm warmes Ambiente bei sehr guter Farbwiedergabe erreichen.

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Schutzart nach IP (Ingress Protection, auch International Protection)

Die Bezeichnung der Schutzarten für elektrische Betriebsmittel bzw. Leuchten gibt an, in welchem Maß diese gegen das Eindringen von Fremdkörpern, Berührung von spannungsführenden Teilen und das Eindringen von Wasser geschützt sind. Es ist also eine Klassifizierung der Gehäusegeometrie ohne Aussage zum elektrotechnischen Schutz (siehe Schutzklassen).
Die Schutzarten werden durch das Kurzzeichen IP und zwei Ziffern (IP00) festgelegt. Die erste Ziffer gibt den Schutzgrad gegen das Eindringen von Fremdkörpern und gegen Berührung (0-6) an, die zweite Ziffer den Schutz gegen das Eindringen von Wasser (0-8).
Anforderungen aus gesetzlichen oder technischen Vorschriften beziehen sich zum Teil nur auf eine der beiden Schutzarten, es wird dann ein X geschrieben, z.B. IPX8 oder IP5X.
Elektrische Betriebsmittel, z.B. Leuchten, lassen sich aber immer nach beiden Schutzarten klassifizieren. Wenn kein Schutz vorhanden ist, wird eine 0 geschrieben.

IP00 kein Schutz
IP10 Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern über 50 mm Ø.
IP20 Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern über 12 mm Ø. Schutz gegen Berührung mit Fingern
IP30 Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern über 2.5 mm Ø. Schutz gegen Berührung mit Werkzeugen.
IP40 Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern über 1 mm Ø. Schutz gegen Berührung mit Drähten und feinen Werkzeugen.
IP50 Staubgeschützt. Eindringen von Staub ist zwar nicht vollkommen verhindert, er kann aber nur an nicht schädlichen Stellen ablagern. Vollkommener Berührungsschutz.
IP60 Staubdicht. Eindringen von Staub ist vollkommen verhindert.
   
IP00 kein Schutz.
IP01 Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser.
IP02 Schutz gegen schräg fallendes (15%) Tropfwasser.
IP03 Schutz gegen Sprühwasser, regengeschützt.
IP04 Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen.
IP05 Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen.
IP06 Schutz bei Überflutung.
IP07 Schutz bei Untertauchen.
IP08 Schutz bei Untertauchen, gesonderte Vereinbarung.


Offensichtlich ist nicht jede Kombination von Berührungs- und Wasserschutz möglich, da z.B. ein Spritzwasserschutz bereits eine hohe Dichtigkeit gegen Berührung beinhaltet. In der Praxis wird aber z.B. regelmäßig zwischen IP40, IP44, IP45, IP54 und IP55 unterschieden.
Gegen Insekten geschützte Leuchten sollten mindestens IP54 haben.
Die Bezeichnung IP68 wird gewählt, wenn IP67 übertroffen wird. Also z.B. für Schutz gegen Untertauchen bei hohen Tiefen und/oder bei langer Dauer. Die Angaben des Herstellers sollten bei IP68 immer mit den Anforderungen abgeglichen werden.
Link zum Artikel Schutzart in der Wikipedia

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Elektrotechnische Schutzklassen

Leuchten werden gemäß der angewandten Schutzart gegen elektrische Schläge in vier Klassen (0 - III) unterteilt. In Deutschland ist die Schutzklasse 0 nicht zulässig!

Schutzklasse 0 Funktionelle Isolierung, aber ohne doppelt verstärkte Isolierung in jedem Teil. Ohne Vorrichtung für die Erdung. In Deutschland nicht zugelassen!
  
Schutzklasse ISchutzklasse I   Funktionelle Isolierung in jedem Teil. Endverschluß oder Erdungsklemme bei festem Gerät. Einspeisung mit Erdungsleiter und dazugehörendem Stecker mit Erdungskontakt bei beweglichem Gerät.
  
Schutzklasse IISchutzklasse II   Doppelte Isolierung und/oder verstärkte Isolierung in jedem Teil. Ohne Vorrichtung für die Erdung.
  
Schutzklasse IIISchutzklasse III   Vorgesehen für den Anschluß an Stromkreise mit sehr niedriger Spannung. Ohne inneren oder äußeren Stromkreis, der mit einer anderen Spannung als der sehr niedrigen Sicherheitsspannung funktioniert.
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ElektroG

Auf Leuchtstofflampen und Entladungslampen erheben die Hersteller seit dem 24. März 2006 eine Entsorgungspauschale von 13 Eurocent netto.
Grund hierfür ist das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten
(Elektro- und Elektronikgerätegesetz - ElektroG) vom 16. März 2005.
Der Handel wiederum fordert die erhobene Pauschale vom Kunden ein ohne darauf eigene Aufschläge zu tätigen. Im STORELIGHTS-Onlineshop wird die Pauschale nicht einzeln angegeben, sie ist jedoch im Stückpreis des Leuchtmittels, bzw. der Leuchte mit Leuchtmittel enthalten.

Wie und wo sollten Leuchtmittel entsorgt werden? Hier geht es zur Seite von Lightcycle mit allen Informationen. Die Firma Lightcycle ist der Zusammenschluss der Hersteller zur Leuchtmittelentsorgung.

Das ElektroG können Sie hier einsehen (110 KB, PDF-Datei), ein Schaubild dazu hier (40 KB, PDF-Datei).
Weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier (4,8 MB, PDF-Datei).
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Einige gebräuchliche Lampensockel

  E14 E27 E40  
  G5 G5 Xtra G13  
  RX7s G12 G8.5  
  G4 GY6.35 G9  
  GU4 GU5.3 R7s  
  GU10 GZ10 G53  
  2G7 2G11 2G10  
  G23 G24d-1 BA15d  
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